Freitag, 20. November 2009

Der Countdown hat begonnen...

Die Anmeldung für das Speedteam Rheinland International 2010 läuft! So sieht es aus am Freitag, 04.12.2009:
Leute, ihr seid echt der Hammer!!!

Montag, 12. Oktober 2009

Die Saison ist vorbei - und das Tourtagebuch endlich fertig

Das war es nun, dieses „Le Mans“…

Als wir vor fast einem Jahr mit der Organisation unserer Fahrt zu dieser Kultveranstaltung begonnen haben, kannten wir eigentlich nur die Legenden, die sich um das 24 Stunden Rennen rankten. Seit diesem Sommer sind wir auch ein kleiner Teil des großen Ganzen.

Und groß ist das Ganze wahrlich… Insgesamt 531 Teilnehmerteams gingen an den Start. Das bedeutet Mannschaften zwischen einer und zehn Personen. Dazu jede Menge Betreuer, Begleitpersonen, Manager, Offizielle… Geschätzte 15.000 Personen tummelten sich also ständig um das Gelände des Circuit Bugatti.

Den ersten Eindruck vom Ausmaß der Größenverhältnisse bekam die Besatzung unseres ersten Busses bei der Ankunft am Zeltplatz, Freitag morgen, 7 Uhr. Nachdem wir mit den ersten Gehversuchen auf Französisch erst einmal herausgefunden haben, dass Michael Jackson verschieden ist, reihten wir unseren Transit an Position 8 in die Schlange der wartenden Gefährte ein. Zunächst kaum merklich verlängerte sich die Schlange im Laufe des Tages jedoch erheblich, so dass Bus 2 und 3 des Speedteam Rheinland International bei ihrer Ankunft eine Warteentfernung von etwa einem Kilometer hinter uns lagen.

Natürlich hatte Bus 1 es sich zur Aufgabe gemacht, für den Rest des Teams einen guten Platz zum Campen mit optimaler Entfernung zu Rennstrecke und Sanitärhäuschen zu ergattern. So stürmten wir also um 16 Uhr den Campingplatz und waren auch zunächst zufrieden mit unserer Platzwahl. Gut, es stellte sich zwar heraus, dass das nächste Sanitärhäuschen nur über die obligatorischen „Löcher im Boden“ verfügte und das neue Waschhaus etwa einen Kilometer weit entfernt war. Auch bis zur Boxengasse waren es noch etwa 1,5 km. Aber wir haben einen Platz ergattert, der für alle reichte. Und nach einer gefühlten Stunde stand dann auch das erste Zelt.

Soweit alles gut. Bis wir dann die Firma „Queschua“ kennenlernten… Nach etwa 1,5 Stunden stürmten etwa 30 Briten das Areal hinter uns, alle bemannt mit einem mehr oder weniger großen runden, flachen Paket. Reißverschluss auf – und Schwups! 30 Zelte ploppten auf, komplett fertig, nur noch schnell ein paar Erdnägel in den Boden und schon brutzelte das Abendbrot auf dem Grill und kühles Bier rann durch durstige britische Kehlen… Hier gibt es also für den Fall einer Wiederholung noch organisatorisches Verbesserungspotential…

Besonderen Anlass zum Neid auf die Inselbewohner hatte übrigens Jan, der nationalitätenmäßig ja eigentlich der professionellste Camper von uns sein sollte. Durch einen falschen Griff ins Kellerregal erwischte er statt eines Zelts eine Sonnenmuschel. Aber da das Wetter ja auf unserer Seite war, war das für eine Nacht kein Problem. Diesem Umstand war es dann zu verdanken, dass Jan als erster von uns stolzer Besitzer eines Wurfzelts wurde.

Nach einer weiteren relativ kurzen Nacht hieß es am Samstag morgen die offiziellen Termine wahrzunehmen. Eine lange Schlange an der Startnummernausgabe verhieß nichts Gutes und bald bestätigte sich, dass natürlich in unserer Wartereihe ein ahnungsloser (Deutscher?) etwa 45 Minuten alles blockierte. Danach ging es jedoch trotz akribisch kontrollierender Franzosen recht zügig weiter und mit unserer vorbildlichen Buchführung war es dann auch gar kein Problem, alle erforderlichen Unterlagen zu erhalten.

Um 11 stand der erste spannende Termin für fast alle an: die Parade des Rollers! Zum ersten Mal uniformiert gekleidet, mit Fahne bewaffnet und Rollen unter den Füßen machten wir uns also auf zur Rennstrecke. Und dann der spannende Augenblick: das Tor öffnet sich und wir stehen tatsächlich auf der Rennstrecke und blicken hoch zum Dunlop-Bogen! Dieser Moment erzeugte bei vielen von uns zum ersten Mal eine Gänsehaut der Ehrfurcht, der Spannung, der Aufregung…

Abschnittsweise wurden wir über den gesamten Kurs geführt. Da wir einen Platz relativ weit vorne hinter den Führungsfahrzeugen ergattert hatten, bot sich im Rückblick ein eindrucksvolles Bild tausender, teilweise bunt und wild kostümierter Skater, die sich über die Rennstrecke schlängelten. Den Kurs durften wir geführt zweimal befahren, wer wollte auch noch ein drittes Mal.

Erstaunlicherweise wurde der Anstieg zum Dunlop-Bogen bei diesen Proberunden einhellig als machbar eingestuft. Aber zur Bewertung dieser Einschätzung später mehr…

Es sei kurz erwähnt, dass wir bei dieser Generalprobe leider den ersten – dafür aber Gott sei dank einzigen – Sturz verbuchen mussten. Probleme mit der Achse und der Verlust einer Rolle brachten Georg dazu, die rasante Abfahrt vom Dunlop-Bogen nicht in voller Fahrt, sondern auf dem Hosenboden genießen zu können. Aber dank Dr. Peppi und seinem wunderbaren Arztkoffer konnten alle Materialprobleme bereits vor dem Rennen wieder ausgemerzt werden und auch sonst ist bei Georg alles heil geblieben.

Zurück auf dem Zeltplatz hieß es, sich an die Vorbereitungen zum Bezug der Boxen zu machen. Hier traten bereits zum wiederholten Male unsere Küchenfeen tatkräftig in Erscheinung. Wie schon beim Frühstück für diejenigen, die offizielle Termine ab 8 Uhr einhalten mussten, stand bei der Rückkehr von der Parade das Essen fertig zubereitet und der Handkarren gepackt zur Abfahrt bereit.

Fleißig wie die Heinzelmännchen reservierten unsere Helfer ab 13 Uhr für uns einen Platz in der Box und richteten uns häuslich ein. O. K., soweit das auf 8 m² für 10 Personen halt möglich ist… Dank des Wetters konnten wir uns aber noch einen zweiten Bereich etwa gleicher Größe vor der Boxengasse einrichten, so dass wir neben dem Lagerplatz für unser (vielleicht etwas überdimensioniertes Gepäck?) auch einen Platz für unsere athletischen Körper hatten…

Dort entdeckten wir dann auch, wer unsere direkten Boxnachbarn waren: es handelt sich um das (letztendlich zweitplatzierte) Bont-Team, fest dominiert von der renomierten Skaterfamilie Begg aus Neuseeland. Mit eigenem Rennrad auf Rollen und sehr bequemen Sitzmöbeln ausgestattet war es interessant zu beobachten, wie die Weltspitze des Speedskatens ein solches Rennen und den Kampf ums Preisgeld angeht.

Auch wenn wir Fahrer währenddessen ganz in Ruhe die fertige Box beziehen konnten, stand schon bald der nächste Termin an. Um 14 Uhr war es Zeit für Eriks Qualifying. Zeitig positionierten sich alle Teammitglieder entlang der Strecke und auf den Tribünen und beobachteten gespannt, wie sich nach und nach 531 Fahrer am Anfang der Zielgerade einfanden.

Vor der Startlinie fanden sich lose Gruppen zusammen, die dann mit geringem Abstand hintereinander weg auf die 300 m Sprintstrecke geschickt wurden. Eine dieser Gruppen stach durch deutlich höheres Tempo aus den anderen Gruppen heraus. Es war klar: hier hatten sich die Profis zusammengetan. Aber nicht nur die… nein, unser Erik war auch dabei! Aus seiner Erfahrung in der Speedskatingszene heraus waren ihm die Gesichter der Profifahrer bekannt und er schloss sich dieser Startgruppe an. Bedingt durch das höhere Niveau der Geschwindigkeit in dieser Gruppe konnte Erik für das Speedteam Rheinland International einen grandiosen 15. Startplatz herausfahren!

Und jetzt blieben noch drei Termine übrig: 15 Uhr ein Briefing, 15:30 Uhr Positionierung der Skates aller Startläufer auf der Start-/Zielgeraden und einfinden der Startläufer in der Wechselzone, 16 Uhr: Start.

Wie sich herausstellte, war das Briefing eigentlich nur die Anzeige der Startpositionen auf der großen Anzeigetafel. Ergänzend dazu wurden noch einmal die wichtigsten Teilnahmeregeln in verschiedenen Sprachen angezeigt. So haben wir halt unser eigenes Briefing abgehalten. Zu diesem Zeitpunkt waren langsam alle gespannt wie die Flitzebogen. Franz notierte akribisch die besprochenen Details und alle anderen hörten aufmerksam zu. Alle??? Nein, nicht ganz... Gefühlt um etwa 15:30 Uhr fällt unserem zu diesem Zeitpunkt wichtigsten Mann in der Runde – Startläufer Erik – auf, dass die Schnalle am Schuh kaputt ist. Schlecht, wenn man zwei Runden ohne Schnürsenkel laufen will... Und selbst Dr. Peppi hatte dafür keine Lösung in seinem Arztkoffer. Also noch mal „schnell“ zurück zum Zeltplatz und Ersatz besorgen. Aber auch diese Situation haben wir irgendwie gemeistert und pünktlich um kurz vor vier stand Erik samt seiner Schuhe auf der Rennstrecke.

Alle anderen haben sich Positionen mit möglichst gutem Ausblick ergattert, von denen man das Startprozedere beobachten konnte. Für mich folgten dann eigentlich mit die bewegendsten Augenblicke der ganzen Fahrt: die Musik ging an, die Flaggen der Nationen wurden hereingefahren, der offizielle Teil des Rennens begann. In diesem Moment zieht das halbe Jahr der Planung an einem vorbei, man sieht rundum nur begeisterte Gesichter des Teams und man fängt langsam an zu realisieren: JETZT geht es so richtig los!

Nachdem Erik seine zwei Pflichtrunden gut hinter sich gebracht hat, ging es auch für uns andere los. Zunächst noch ein wenig unkoordiniert begannen wir mit der Tagestaktik, dem Wechsel nach jeder Runde. Es dauerte etwas, bis jeder raus hatte, wer auf wen wechselt, wann man sich in die Wechselzone begeben muss je nachdem welcher Fahrer gerade reinkommt und vor allem: die Übergabe des Transponders nicht zu vergessen! Aber in 24 Stunden hat man ja genug Zeit, sich an all diese Dinge zu gewöhnen. Und es sei angemerkt: trotz zahlreicher anderslautender Unkenrufe haben wir nicht eine Runde umsonst gefahren, es war immer ein Transponder am Mann/an der Frau!

In der ersten Euphorie ging es dann auch eigentlich recht schnell bis es schon Zeit wurde, dass Team 2 sich zur Nachtruhe verabschiedete. Team 1 begann also mit 5 Fahrern die erste Nachtschicht. Das hatte zur Folge, dass die Pausen kürzer wurden, die Regenerationszeit damit natürlich auch und die Müdigkeit langsam hinzu kam. Die Ablösung war so gegen vier Uhr in der Früh angesetzt und in den letzten Runden, die jeder zu fahren hatte war doch die ein oder andere Quälerei dabei als man sich wieder und wieder am Fuße des Anstiegs zum Dunlop-Bogen wiederfand...

Trotz der unaufhaltsam heranschleichenden Müdigkeit sind auch an diesem Punkt wieder unsere Betreuer zu erwähnen. Unbeirrbar zählen Peppi und Theo die Runden und achten mit darauf, uns pünktlich in die Wechselzone zu schicken. Und auch zu noch so unchristlicher Zeit packt Peppi seinen perfekt ausgestatteten „Arztkoffer“ aus und macht das Equipment wieder fit.

Für Team 1 ein kleines Highlight, das irgendwann gegen Mitternacht eine nette Abwechslung in die Nachtschicht brachte, war ein imposantes Feuerwerk über dem Cirquit Bugatti. Aber trotz der netten Überraschung haben wir an die Fahrer von Team 2 gedacht, die zu diesem Zeitpunkt schließlich um kostbare Minuten Schlaf rangen.

Pünktlich wie die Maurer erschien Team 2 jedoch zur Ablösung und nachdem eine wertvolle halbe Stunde Schlafzeit beim Schlangestehen an der Dusche draufgegangen ist hieß es nur noch ein letztes Mal schnell sein – diesmal auf die Isomatte im Zelt.

Nach etwa 4 Stunden (gefühlt: Minuten) Schlaf heißt es dann wieder auf in die letzte Runde. Noch etwa 8 Stunden gilt es zu absolvieren. Vorher treten aber wieder unsere fleißigen Helfer-Engelchen in Aktion. Kaum aus dem Zelt gekrabbelt, dampft schon frisch gebrühter Kaffee in die Nase und das Frühstück steht bereit. Als wir uns jedoch wieder in der Box einfinden – sehnlichst erwartet von Team 2 – vollbringen unsere Betreuerinnen eine weitere wahre Glanzleistung: jeder, der steif und übermüdet auf die Strecke muss, bekommt vorher eine vitalisierende Beinmuskelmassage.

Wieder in einem Team vereint brachten wir auch die letzten verbleibenden Stunden gut hinter uns. Nachdem der fliegende Wechsel nach 23 Stunden in Fleisch und Blut übergegangen ist, wurde es aber Sonntag, 15 Uhr und etwa 40 Minuten noch einmal so richtig spannend: der letzte Wechsel stand bevor! Wie vorher festgelegt, wurde mir die Ehre zuteil, die letzten Runden fahren zu dürfen. Für kurze Zeit war es sogar fraglich, ob ich diese ehrenvolle Aufgabe erfüllen kann, aber dank des unerschütterlichen Teamgeistes haben wir das kleine Schwächetief von Sonntag Nachmittag bis kurz vor 16 Uhr wieder in den Griff bekommen.

Und so stand ich also um 16:40 Uhr nervös als ob es die erste Runde wäre in der Wechselzone. Pünktlich erschien der vorletzte Fahrer, in diesem Fall war die Reihe bei Erik stehen geblieben, und schickte mich die letzten zwei Male auf den Anstieg zum Dunlop-Bogen. Von der zeitlichen Berechnung war klar, dass es zwei Runden werden würden, wenn alles glatt geht. Bereits in der ersten Runde machte ich viele unserer Speedies aus, die sich entlang der Strecke verteilt hatten und für unser Team jubelten.

Dann die letzte Kurve und bevor es erneut auf die Start-/Zielgerade geht ein Abstecher zum Trainer, der, wie verabredet, mit der Teamfahne an der Ecke steht. Zu diesem Zeitpunkt ist es etwa 15:52 Uhr und schon mächtig was los auf den Tribünen – ein beeindruckender Anblick. Als ich dann von meinem zu Tränen gerührten Trainer die große Teamfahne in Empfang nehmen durfte war das der Beginn einer puren Gänsehaut-Runde.

Bei der letzten Auffahrt zum Dunlop-Bogen merkte man deutlich, dass es jetzt entspannter zuging, als bei allen vorangegangenen Runden. Sogar bei Bont und RPM, die zum letzten Mal vorbeirauschten, hörte man die ein oder andere Unterhaltung. Oben am Dunlop-Bogen stand Peppi und viele aus den anderen Teams – mittlerweile sogar als Spalier auf der Strecke – beinahe kam Alp d’huez-Feeling auf. Unter dem Bogen durch und dann abwärts... und wie schön: alle reißen die Arme in die Höhe und beginnen zu jubeln, denn jeder, der sich zu diesem Zeitpunkt dort befindet weiß: nach dieser Runde ist es geschafft. Und dann hieß es nur noch eintauchen in die kochende Arena, Blitzlichtgewitter überall und ich glaube, in diesem Moment hat sich einfach jeder einzelne dort als großer Held gefeiert gefühlt – zumindest mir ging es so.

Im Ziel wartete natürlich das gesamte Team und hier begann nach 24 Stunden Anspannung, Konzentration, Anstrengung... ein wunderbar entspannter, lauer Sommerabend, an dem unser erfolgreiches Debut beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans gebührend gefeiert wurde. Und erfolgreich waren wir wirklich: Platz 52 von 531 teilnehmenden Teams – das hätte im Vorfeld wohl niemand erwartet.

Auf dem Weg zurück zum Zeltplatz wurde noch ein kleiner Boxenstopp in Sachen zwischenmenschlicher Annäherung eingelegt: nach unserer Regieanweisung führten unsere Betreuerin Erika aus Belgien und ihr flotter Belgier Tom (den sie sich bereits am Freitag Morgen, etwa 5 Minuten nach unserer Ankunft in Le Mans ausgeguckt hatte) einen kleinen Trikottausch durch. Es sei vorweg genommen, dass wir das Trikot des Speedteam Rheinland International in der Zwischenzeit schon das ein oder andere Mal wiedergesehen haben...

Zurück am Zeltplatz packte Bernd dann endlich seine seit Tagen verheißungsvoll angedeutete Überraschung aus: er hatte für alle Teammitglieder und Betreuer Pokale mitgebracht! So war also auch der richtige Rahmen geschaffen, um unsere vollbrachte Leistung angemessen zu feiern. Jeder von uns bekam einen Pokal mit einigen persönlichen Worten überreicht. Eine tolle Geste, vor allem, wenn man bedenkt, dass viele von uns sich bis vor ein paar Monaten untereinander gar nicht kannten.

An diesem Abend gab es aber auch noch ein anderes Highligt – nach so viel Anstrengung machte sich irgendwann der Hunger breit und wir beschlossen, eine Pizza zu bestellen. Eine Telefonnummer hatten wir schon von einer großen Gruppe Schweizer bekommen, die nicht weit weg von uns campierten. Wir hatten auch gesehen, dass es rein theoretisch funktioniert, denn die Schweizer hatten bereits am ersten Abend einen Riesen-Stapel Pizzen anliefern lassen. Wir versuchten also unser Glück. Mit den Telefonverbindungen in Frankreich scheint das jedoch so eine Sache zu sein und rudimentäre Kenntnisse der Landessprache sind dabei nicht wirklich hilfreich… Wir holten daher Rat bei unseren Campingnachbarn ein. Hocherfreut nahm ein sehr engagierter Halb-Italiener-Halb-Franzose mit Halb-Deutscher Ehefrau unseres Anliegens an. Eine Telefonkarte und ein paar Telefonate später verkündete er stolz, dass die Bestellung nun aufgegeben sei. Es wusste zwar niemand mehr, bei welcher Pizzeria (denn die von den Schweizern empfohlene hatte Ruhetag), wir hofften jedoch alle, dass es noch einmal ein Pizzataxi auf das Campinggelände schaffen würde. Und tatsächlich, nach etwa 1,5 Stunden kam tatsächlich ein Stapel Pizzen für uns angefahren! Der Abend war gerettet.

Während die meisten den Abend möglichst Ruhig und ohne überflüssige Bewegungen in den Klappstühlen verbrachten, sorgfältig darauf bedacht, immer ein kühles Bier in der Nähe zu haben, machten uns Trixi, Andrew und Franz deutlich, dass die 24 Stunden für sie wohl noch keine volle Auslastung gebracht hat. Der Veranstalter bescherte uns eine Bühne, auf der sich ein DJ an undefinierbarer Reggae-Musik verausgabte. Unbeirrt von allen Strapazen legten die drei eine kesse Sohle auf den Rasen, die optisch durchaus etwas zu bieten hatte.

Am nächsten Morgen hieß es dann auch für uns langsam Abschied vom Nomadenleben zu nehmen. Der Campingplatz hatte sich schon deutlich geleert, übrig geblieben waren die, mit der etwas längeren Anreise. Weil wir zwar als Le Mans-Greenhorns, jedoch mit großen Ambitionen angereist waren, dauerte es auch entsprechend lange, unser ganzes Übergepäck zusammen zu packen. Alle paar Minuten fuhren Abreisende aus allen Nationen an uns vorbei, laut hupend und winkend, und wir packten immer noch. Als wir vermeintlich endlich abfahrbereit waren, gab es noch eine Überraschung zum Abschluss. Der Hightech-Bus mit der tollen Klimaanlage verbrauchte offensichtlich so viel Strom, dass es für den Anlasser nicht mehr reichte. Starthilfe wäre mit Starthilfekabel auch kein Problem gewesen – nur ohne. Auf einem sehr leer gefegten Campingplatz schafften wir es dann, die örtliche Müllabfuhr dazu zu bewegen, uns ein Starthilfekabel zu besorgen. Und warum auch immer, genauso wie die Pizzen kam auch das Kabel nach etwa einer halben Stunde an. Wir ließen uns das unsere letzen Biervorräte kosten, die von den Jungs noch an Ort und Stelle vor unseren ungläubigen Augen vernichtet wurden, und dann ging es los Richtung Heimat.

Nein, nicht ganz. Bevor Andrew und Ines eine weitere Begabung, nämlich begnadete Musikalität und Rhythmus im Blut, auf der langen Fahrt voll ausleben konnten, war ein Besuch im Décathlon nach den gesammelten Campingerfahrungen unumgänglich. Hier zeigte sich, dass in einigen unserer Teammitglieder weitere versteckte Talente schlummerten. In der Disziplin Extreme-Shopping wurde große Ausdauer an den Tag gelegt und reichlich Ausbeute für die letzen freien Ritzen der Transportbusse gesammelt. Sogar Teambekleidung für Le Mans 2010 wurde gekauft!

Es war zwar eigentlich allen klar, dass diese Veranstaltung absoluten Suchtcharakter hat und wir alle im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen. Aber jetzt haben wir sogar noch einen Grund.

Also… Au revoir Le Mans!

Samstag, 8. August 2009

Daniela und Nina


Daniela Boes und Nina Schmidt, die zwei befreundeten Mädels aus unserem Betreuerteam, gehören auch zu den Teammitgliedern, die ich erst während der Planungen für unsere Fahrt kennengelernt habe. Sie sind Teamkolleginnen von Franz und Jan und sprühten schon beim ersten Treffen mit dem Team vor Ideen, wie sie uns das 24 Stunden Rennen mit ihrer Betreuung so angenehm wie möglich machen könnten. Ich nehme an dieser Stelle vorweg, dass diese Aufgabenstellung zu 100 % erfüllt wurde!

Richtig kennengelernt habe ich Daniela und Nina bei einem Training auf der Hausstrecke des Speedteam Bedburg. Im perfekten Einklang kamen die Beiden angeskatet und vermittelten den Eindruck, als hätten sie nie etwas anderes getan. Wie sie aber dann verraten haben, sind sie erst vor einem Jahr zum Skaten gekommen und auch, dass es mit der Harmonie nicht immer so in Perfektion klappt, sobald andere Skater ins Spiel kommen... Aber das macht gar nichts, denn eins kommt bei Daniela und Nina auf jeden Fall rüber: sie haben in ihrem ersten Jahr eine große Begeisterung für das Skaten aufgebaut und bringen eine Riesenportion Ehrgeiz mit, weil sie sich unbedingt weiter entwickeln wollen. Und man mag es kaum glauben – auch mit noch relativ jungfräulicher Wettkampferfahrung schwört man schon auf ganz bestimmte Marathonrituale. Wenn das mal nicht auf eine große Karriere hoffen lässt!

Natürlich machen auch Daniela und Nina noch etwas anderes als Skaten. Aber wie bereits bei anderen Teammitgliedern festzustellen war, geht es auch im Leben der beiden recht sportlich zu. Da wird geritten, geschwommen, gelaufen... Aber es gibt auch Hobbies, die nicht direkt etwas mit Sport zu tun haben: Essen und Shopping. Ersteres weist zwar eine der anderen gegenseitig zu aber spätestens bei letzterem sind sie sich dann wieder einig. Und das haben sie auch unter Beweis gestellt: ein Besuch im Décathlon in Le Mans förderte sowohl eine große Ausdauer als auch eine reichliche Ausbeute in dieser Disziplin zutage.

Und schließlich sollen auch noch die Talente erwähnt werden, die ebenfalls beide in sich vereinen und von denen erst erzählt werden kann, weil das Team sie während des Le Mans-Trips eigentlich kennen- und schätzen gelernt hat.Daniela und Nina haben in Frankreich unermüdlich Organisatorisches Geschick, Hilfsbereitschaft, Massagekünste und tausend andere goldwerte Dinge an den Tag gelegt ohne die unser gemeinsames Abenteuer nicht so reibungslos hätte ablaufen können.

Fortsetzung folgt

Nun sind wir schon seit einiger Zeit wieder aus Le Mans zurück und die Urlaubszeit ist angebrochen– aber immer noch ist die Begeisterung über das Erlebte bei keinem der Le Mans-Fahrer abgeflaut. Nein, es werden immer noch an allen Ecken und Enden die kleinen und Großen Anekdoten ausgetauscht und auch schon Pläne für das nächste Mal geschmiedet...

An dieser Stelle erwartet man deshalb auch wahrscheinlich einen ausführlichen Rückblick. Keine Angst, der kommt auch noch – aber schließlich fehlen auch noch ein paar Worte über einige unserer Teammitglieder. Und das soll nicht vergessen werden!

Mittwoch, 24. Juni 2009

Jan


Mit Jan de Boer hatten wir bei unserem Le Mans- Projekt zunächst gar nicht mehr gerechnet. Denn auf die erste Nachfrage von Detlef hin erteilte er uns zunächst eine Absage. Als sich das Team dann langsam formierte und Franz, sein Kollege vom Skate Team TV Bedburg, anfing, so richtig bei uns durchzustarten, konnte aber auch Jan dem Ruf von Le Mans nicht mehr wiederstehen...

Beim TV Bedburg ist Jan als Trainer mit C-Lizenz tätig und sorgt damit fleissig für Skaternachwuchs – denn unsere beiden Betreuerinnen Nina und Daniela (von denen hier später noch mehr zu lesen sein wird) stammen auch aus seinem Rennstall.

Von seinen Schützlingen liebevoll „Glöckchen“ genannt, macht er beim Training mit klingelnder Schnalle auf sich aufmerksam. Darf man Beschreibungen über Jan glauben, muss er das auch - denn angeblich hat auch er eine Eigenart, die ihn mit dem ein oder anderen aus unserem Team verbindet: Jan ist ein Aktivitätsjunkie, immer auf Tour, fast nie zu Hause und nebenbei macht er an sieben Tagen in der Woche Sport. Dabei reicht eine Sportart natürlich nicht aus. Angefangen vom Skaten reicht die Spanne über Laufen, Volleyball, Fahrradfahren bis hin zum Schwimmen.

Verwunderlich ist, dass ihm bei diesem Freizeitprogramm auch noch ein grüner Daumen nachgesagt wird. Aber vielleicht liegt das ja an seinem Namen, der eher die Zuordnung zur Landwirtschaft vermuten ließe. Das mit der Landwirtschaft, also dem Bauern, stimmt zwar nicht, aber Schlüsse kann man aus dem Namen trotzdem noch ziehen. Welche? Richtig, Jan ist natürlich ein Holländer. Und das kann uns in Le Mans wahrscheinlich nur hilfreich sein, denn er kann uns bestimmt sagen, wie wir das mit dem Camping richtig machen...

Dienstag, 16. Juni 2009

Ines


Ines Michel ist wahrscheinlich die einzige in unseren Reihen, die wirklich weiß, was wir da tun... Sie hat das, was wir alle mehr oder weniger als Hobby betreiben – also den Sport – nämlich studiert.

Dabei ist Speedskating gar nicht mal ihr Hauptfach. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium arbeitet sie mittlerweile als Landestrainerin beim Norddeutschen Schützenbund. Und auch sonst würde man nicht unbedingt eine Speedskaterin vermuten, wenn man Ines so sieht:

Sie ist eigentlich viel zu klein und viel zu schmal als dass sie irgendjemandem der hinter ihr fährt auch nur einen Hauch von Windschatten bieten könnte. Und dann die Füße... In dieser Größe (35!) ist die Anschaffung von Speedskates und den dazu passenden Schienen reines Glücksspiel. Aber Ines scheint wohl Glück im Spiel zu haben...

...und bei der Wahl ihrer Sportarten. Denn wenn man sie dann einmal skaten sieht, kommt kein Zweifel mehr auf, dass Skaten die richtige Sportart für Ines ist. Sie besticht durch eine lupenreine Technik, die dem nachfolgenden Skater - oder der nachfolgenden Skaterin - erstaunlich viel Windschatten bietet.

Hinzu kommt Ines unbändige Neugierde, mit der sie ihre Technik weiter ausfeilt: sie macht so ziemlich alles nach, was ihr bei anderen Sportlern irgendwie brauchbar erscheint. So durften wir uns am Wochenende schon von ihrer Version der „Rasenrandbremse“ überzeugen.

Und auch sonst probiert sie einfach mal alles querbeet aus, was im entferntesten nach Sport riecht. Hat sie sich zwar letztendlich doch nicht alleine mit dem Rad ans Nordkap getraut, kann sich der dafür eingetretene Plan B jedoch auch sehen lassen. Sie strampelte statt dessen einfach ein paar Tausend Kilometer innerhalb von Deutschland zusammen...

Leider bereichert sie ja derzeit den Norden der Republik mit ihrem sportlichen Know how, aber aus gesicherten Quellen weiß man, dass ihr Herz immer noch im Rheinland schlägt und ihr die Ideen für neue, große Pläne noch lange nicht ausgehen...

Der Doc

Mit unserem Doc (bürgerlicher Name: Dr. Theo Kelz) möchte ich zum ersten Mal einen unserer Betreuer Vorstellen. Theo ist auch aktives Mitglied der Speedskater Euskirchen und noch diverser anderer sportlicher Vereinigungen...

So spielt er z. B. noch Volleyball in einer Herrenmannschaft und wenn das Wetter zu schlecht zum Skaten ist, absolviert er sein tägliches (!) Training eben auf dem Rad. Urlaube verbringt er vorzugsweise kraxelnd in irgendwelchen Gebirgen der Welt und von Mai bis September (oder war es Oktober???) fahrt er ebenfalls täglich zum Waldfreibad an der Steinbachtalsperre und dreht exakt abgezählte Runden im Naturwasserschwimmbecken.

Und das alles... in der AK M 70! Das bringt ihm in erster Linie regelmäßig gehörigen Respekt der (in unserem Fall ausschließlich) jüngeren Teamkollegen ein. Aber manchmal gibt es auch die Momente, wo sich die Sportsfreunde bemühen müssen, den Doc in seinem sportlichen Übermut ein wenig zu bremsen – nämlich dann, wenn der Arzt a. D. mal wieder nicht auf den Rat seiner Ärzte hören will.

Als Betreuer für das Speedteam Rheinland International qualifiziert ihn, dass sein Doktortitel passenderweise der eines Orthopäden ist und man Theo als ausgesprochenen Gourmet bezeichnen kann. Mit gekonnten Tapeverbänden und sonstigen kleinen Nothilfen sowie kulinarischen Geheimtipps haben wir schon so manches Trainingslager mit heilen Knochen und gut gefülltem Magen überstanden.

Sonntag, 7. Juni 2009

Andrew



Meine erste Begegnung mit Andrew Yungé Gordon war eher weniger erfreulich... Das lag jedoch nicht an Andrew, sondern an der Tatsache, dass wir uns nach dem Köln Marathon 2006 beide in der Ambulanz des Eduardus Krankenhauses wiedergefunden haben. Die Folgen dieser Begegnung sind allerdings mittlerweile ausgeheilt und haben auch sonst keine Spuren hinterlassen. 

Im Gegenteil: auf Umwegen erfuhr Andrew von unserem Le Mans Projekt und sendete gleich eine Zusage. Denn auch er war im Vorfeld schon aktiv und hatte sich überlegt, dass 2009 das ideale Jahr wäre, einmal nach Le Mans zu fahren. Zum Glück für uns hat es mit der Mannschaftsaufstellung bzw. dem Anschluss an ein Team aber nicht geklappt. 

Nur ganz so einfach war es dann doch nicht. Zunächst kursierte nämlich in der Kommunikation mit Andrew der erste vom Veranstalter genannte Termin. Da Andrew auch zu den Menschen gehört, die sich nicht über gähnende Leere im Terminkalender beschweren können und beruflich viel auf Achse ist, war es noch einmal Glück, dass auch der neue Le Mans-Termin passte.

Außer skaten hat der gebürtige Brite aber auch noch andere sportliche Ambitionen. Mit mindestens gleicher Intensität übt er Karate aus und absolviert gelegentlich längere Touren mit dem Rad. Alles, soviel das Knie hergibt - denn die Schulterprobleme von Köln 2006 sind ihm seit Mittelrheinmarathon 2008 (Warm-up!) leider ein paar Etagen tiefer gerutscht...

Am Wochenende konnte ich mich jedoch davon überzeugen, dass das in Le Mans kein Hindernis mehr sein wird. Denn auch Andrew ist trotz widriger Wetterverhältnisse gut in Koblenz gelandet.

Anprobe

Heute habe ich aus dem Hause Christ Bilder der ersten Anprobe unserer neuen Trikots bekommen - die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten! So können sich alle Teammitglieder, denen ich den feinen Zwirn noch nicht in die Hand drücken konnte, schon mal einen kleinen Vorgeschmack holen...

Samstag, 16. Mai 2009

Franz

Nach längerer Schaffenspause soll nun auch die Vorstellung unserer Teammitglieder mal wieder voranschreiten!

Mit Franz Krzizok ist nicht nur ein Mann mit einem beinahe unaussprechlichen Nachnamen, sondern auch ein richtiger Tausendsassa zu uns gestoßen. Nachdem Bernd ihn nach eigenem Bekunden bei einem Training dazu überredet hat, mit nach Le Mans zu fahren, ist er im Team erst einmal von 0 auf 100 durchgestartet. Bereits vor dem ersten Treffen hatte Franz schon die "Ausgehuniform" für das Wochenende im Juni organisiert, wesentliche Teile der Fahrtorganisation geregelt und hatte auch sonst noch das ein oder andere Ass im Ärmel...

Und als wir uns dann alle gefreut haben, das Powerpaket aus Oberschlesien bei uns begrüßen zu dürfen, sorgte Franz prompt für die nächste Aufregung: die Teilnahme stand wegen Terminkollisionen auf der Kippe. Aber wir wären nicht das Speedteam Rheinland International, wenn wir nicht auch für dieses Problem eine Lösung gefunden hätten!

Neben Inlineskaten hat Franz, wen wunderts, noch zahlreiche andere Interessen. Hierzu zählen Segeln, Modellbau und das Erkunden der Heimat zu Fuß. Außerdem ist er unser Spezialist für die Mailkommunikation nach 23 Uhr. Und deshalb ist er uns eins noch schuldig: ein paar Tips für erfolgreiches Zeitmanagement!

Samstag, 9. Mai 2009

Wieder im Lande

Zunächst melden sich die Speedskater Euskirchen wieder aus dem Trainingslager zurück. Bei nahezu optimalen Wetterbedingungen und fast ohne Blessuren haben wir eine tolle Trainingswoche auf der Fläming Skate verbracht und fleissig Kilometer für Le Mans gesammelt.

Und in der Zwischenzeit gibt es auch wieder Neuigkeiten!

Gestern kaum zurückgekehrt, glühten schon wieder die Drähte, denn die Kölnische Rundschau hat in ihrer gestrigen Ausgabe unsere Pressemitteilung abgedruckt!

Und wer sich auf der Le Mans-Seite einmal die aktualisierte Liste der angemeldeten Teams genauer ansieht, kann weiter unten eine interessante Entdeckung machen... JAAAAA... wir stehen drin!!!



Mittwoch, 22. April 2009

Das Speedteam Rheinland International bekommt ein Logo


In Zusammenarbeit mit einer befreundeten Grafikerin aus den Reihen der Teammitglieder erhält das Speedteam Rheinland International jetzt ein eigenes Logo!

Das Logo wird bald unsere schicken, weißen Poloshirts - die Ausgehuniform - sowie unsere Trikotkollektion zieren.

Denn hier gibt es weitere Neuigkeiten: Das Trikot-Gremium hat am Wochenende getagt und sich für ein schickes Design entschieden. Die Abwicklung der Bestellung ist zur Zeit in Arbeit und wir dürfen alle mächtig gespannt auf das Ergebnis sein!!!


Freitag, 17. April 2009

Kein zurück mehr

Laut Ausschreibung ist man für das 24-Stunden-Rennen gemeldet, sobald das Startgeld auf dem Konto des Veranstalters eingegangen ist... Ich kann jetzt nur soviel sagen: 

Bei mir wurde abgebucht!!!

Also: Geld weg - ich denke, wir sind gemeldet, oder???

Bernd


Mit Bernd Christ haben wir einen weiteren Kölner Rollmops an Bord. Und die Art und Weise, wie er zu uns gestossen ist, wundert niemanden mehr, wenn man Bernd einmal kennen gelernt hat... Hallenrennen in Leverkusen: "Bernd, hast Du Lust mit nach Frankreich zu fahren?" - "Watt is denn da?" - "24-Stunden-Rennen in Le Mans, Ende Juni" - "Och joo... da hab ich glaub ich Zeit... ich komm mit" 

Und so ist Bernd auch sonst: kurz und gut, durch nichts aus der Ruhe zu bringen und einfach kölsch! 

Die Vereine, in denen Bernd Mitglied ist, können sich glücklich schätzen, denn wenn er sich für eine Sache einsetzt ist sein Engagement ungebrochen. Und es sind nicht nur sein Speedskatingverein und jetzt das Le Mans Team, die sich über seine tatkräftige Unterstützung freuen. Eine besondere Leidenschaft von Bernd  - wen wunderts - ist natürlich der Kölner Karneval. Bei den Niehler Nachtschwärmern sorgt Bernd für gute Stimmung, den richtigen Rhythmus an der Trommel und dafür, dass das kölsche Kulturgut so schnell nicht aussterben wird!

Nur manchmal kollidieren die Interessen beider Vereine: nämlich dann, wenn die Tradition des einen Vereins (Nubbel klauen) die von Mitgliedern des anderen Vereins trifft (Nubbel bauen)...

Freitag, 10. April 2009

Georg


Georg Houben ist der Mann, der nie genug kriegen kann...

Allein sein Haushalt besteht aus fünf Frauen (und ihm). Und drei davon hat er sich sogar auf einen Streich zugelegt! Und auch auf Skates hat er eine Vorliebe für das etwas Andere... So ist er regelmäßiger Teilnehmer von Rhine on Skates, der 137 Kilometer langen Skatetour am Rhein.

Da war es eigentlich nicht anders zu erwarten, dass Georg sofort begeistert von der Idee war, nach Le Mans zu fahren. Leider mussten wir aber bei den Anfangsplanungen auf seine Zusage verzichten, denn ein paar Tage bevor wir den Entschluss gefasst haben, dass es 2009 Zeit für Le Mans sein soll, hatte Georg über den ursprünglichen Termin seinen Urlaub gebucht. Dafür kam die Zusage sofort, als der Veranstalter die Terminverschiebung bekannt gegeben hat.

Neben skaten hat Georg bei den Speedskatern Euskirchen noch die Aufgabe des Pressewartes und die des Gastgebers für perfekt und liebevoll organisierte Gartenparties übernommen. Für letztere Rolle gibt es in Hanna, der Frau unseres Peppis, zwar noch eine ernstzunehmende Konkurrentin, aber wir Speedies unterziehen die beiden regelmäßigen Qualitätskontrollen und lassen uns mit einem abschließenden Urteil gerne noch ein wenig Zeit!

Donnerstag, 9. April 2009

Das Kind hat einen Namen!

Zwischenzeitlich sind die die Meinungsbilder zur Namensgebung ausführlich ausgetauscht worden und ich darf stolz verkünden: wir haben ein Ergebnis!

Unser 10-Speedie-starkes Team wird unter dem Namen 

"Speedteam Rheinland International" 

an den Start gehen!!!

Dazu gekommen ist es, weil das Epizentrum der Truppe sich im Rheinland knubbelt, wir jedoch auch Gäste aus dem Rest der Republik begrüßen können und 4 Nationen im Team vertreten sind (und wenn man noch zwischen Eifelern und Kölschen unterscheidet kommen wir sogar auf mehr ;-)).

Sonntag, 5. April 2009

Yvonne


Die dritte im Bunde war also ich... Aber weil über sich selber schreiben doof ist, hat Erik diese Aufgabe übernommen und mir folgendes zugeschickt:

Ein weiteres „Gründungsmitglied“ ist Yvonne Wankerl. Nach Jahren der Sportabstinenz fing sie vor gut 5 Jahren mit dem Inlineskaten an. Ihre Kurventechnik am Anfang erinnerte zwar mehr an den Gang von Enten oder wahlweise den Tanz von Funkemariechen, aber durch ihren engagierten Vereinstrainer (Detlef, ihre Lieblingstrainingseinheit: "Ach, heute fahren wir mal gaaanz gemütlich") kann sich ihre Kurvenlage mittlerweile sehen lassen!

 

Yvonne ist übrigens auch diejenige, die die Fäden (bzw. bei einem Vorhaben wie Le Mans kann man schon von Stricken reden) im Hintergrund zieht. Bei ihr läuft alles zusammen, was mit dem 24 Stunden Rennen zu tun hat. Ob es die Akquise von Teammitgliedern, die Koordination der Trikotgestaltung oder die Auflistung kleinster Details ist - Yvonne hat alles unter Kontrolle.

 

Mit ihrem ungebrochenem Ehrgeiz, ihrer Motivation und Begeisterung ist Yvonne nicht nur als Teammanagerin unschlagbar, sondern auch als aktive Fahrerin eine große Verstärkung für das Team!

 

Neben ihrem normalen Training ist Yvonne im Winter noch für rund 20 Kinder verantwortlich, denen sie erfolgreich die ersten Schritte auf Inlineskates beibringt.

Freitag, 3. April 2009

Erik

Die Geschichte von Erik und den Speedskatern Euskirchen begann am Kölschstand der besten Verpflegungsmeile der Welt - nach dem Köln Marathon 2008, der ausnahmsweise mal verregnet, von Orkanböen heimgesucht und bitterkalt war...

Der junge Hüpfer aus der Haupt-Stadt fährt in der Haupt-Klasse und ist der Haupt-Mann beim Stadler-Luigino-Racing-Team. Als sportlicher Leiter hat er seine 12 Jungs fest im Griff! Dadurch kennt er auch alles und jeden in der Speedskater-Szene und erledigt Fragen meist mit einem kurzen Anruf bei irgendjemandem, der die Antwort sicher weiß...

Was Erik immer wieder ins Rheinland verschlägt? Seine weit verzweigten familiären Bande, sein Verein, die Kölner Rollmöpse und natürlich sein Lieblingsgetränk... Und auch sonst ist er mit dem kölschen Kulturgut bestens vertraut, z. B. dann, wenn er mit der "decken Tromm" und den Niehler Nachtschwärmern an Karneval durchs Veedel zieht.

Als Erik von Detlefs Le Mans-Träumen hörte, war er sofort Feuer und Flamme und so waren die ersten drei Plätze des Teams gesetzt. 

Donnerstag, 2. April 2009

Die Gefährten - Detlef



Wie angekündigt, sollt Ihr nun auch endlich etwas über Eure Mitstreiter erfahren!

Eins der ersten "Gründungsmitglieder" ist Detlef Leckel. Eigentlich kommt er als Leichtathlet aus unserem Mutterverein, der LGO Euskirchen/Erftstadt. Dort hat er vor einiger Zeit, als sich in Deutschland die ersten Sportler versuchten, auf 8 bzw. 10 Rollen zu halten, die kleine Gruppe der "Speedskater Euskirchen" gegründet. Mittlerweile ist daraus eine respektable Wettkampftruppe geworden!

Detlef fährt derzeit in der AK 50 und für ihn gilt eigentlich "je oller, je doller"... ;-) Wen wundert es daher, dass er es nun tatsächlich geschafft hat, seinen langjährigen Traum von Le Mans zu verwirklichen? Und wer weiß, was ihm noch so alles in den Sinn kommt...? 

Ansonsten ist er unser C-lizenzierter "Chefcoach" und sehr erfindungsreich was die Planung von Trainingseinheiten oder Renntaktiken angeht. Jeder Speedie, der mit Detlef trainiert, sollte hellhörig werden wenn er sagt: "Ach, heute fahren wir mal gaaanz gemütlich"... Und auch die beliebte Skater-Weisheit "Was vorwärts geht, geht auch rückwärts" findet bei ihm regelmäßig Anwendung...

Dienstag, 31. März 2009

Wir werden konkret

Samstag hat also unser erstes Treffen stattgefunden... Und eigentlich kann ich nur sagen: wir haben ein richtig tolles und engagiertes Team am Start!!! 

Nicht nur, dass wir innerhalb von ein paar Tagen nun doch eine komplette Mannschaft von 10 Skatern zusammenbekommen haben. Auch das, was einzelne Teammitglieder schon auf die Beine gestellt haben ist wirklich beachtlich!

Einziger Wermutstropfen ist, dass Franz derzeit leider wieder mit Terminproblemen kämpfen muss. Aber wir hoffen alle, dass er uns irgendwie für das Team erhalten bleiben kann und drücken kräftig die Daumen!

Ansonsten arbeiten wir derzeit fleissig an unserem Teamoutfit. D. h. die Verhandlungen mit unseren Sponsoren laufen auf Hochtouren und das Ergebnis daraus wird unser Teamname sein. 

Als nächstes wird hier dann die Vorstellung der einzelnen Fahrer folgen... Es bleibt also seeeeehr spannend!!! Unbedingt weiterlesen...

Samstag, 28. März 2009

Heimlich, still und leise...

...werden wir immer mehr!!!

Nachdem durch Bernds Kontakt Franz zu uns gestossen ist, erzählte dieser in unserem ersten Gespräch ganz nebenbei, dass er wohl noch Jan mitbringen wird...

Und dann entdeckte ich noch diesen kleinen Kommentar zum ersten Posting (s. unten): Andrew ist auch mit dabei!

Tja, und wenn jetzt alles dabei bleibt, dann könnte ich voller Stolz verkünden: WIR SIND KOMPLETT!!!

Aber das wissen wir ja definitiv nach unserem ersten Treffen heute nachmittag! Ich freue mich schon sehr, und hoffe, dass ich bald danach hier alle 10 Gefährten einmal vorstellen kann...!

Mittwoch, 25. März 2009

Schlag auf Schlag

Eben ein Anruf von Bernd, völlig aus der Puste, direkt vom Training: wir sind zu acht!!!! Das sind gute Neuigkeiten!

Ausserdem sind wir jetzt verlinkt: Von www.speedskater-euskirchen.de aus gelangt man nun auf der linken Seite direkt zu den spannenden Geschichten um, aus, von... Le Mans! Dickes Danke an den Webmaster ;-)

Dienstag, 24. März 2009

Wie alles begann...

Bereits seit mehreren Jahren hörte ich unseren Chefcoach Detlef immer wieder davon schwärmen, dass er irgendwann in seiner Speedskater-Karriere mal am 24-Stunden-Rennen in Le Mans teilnehmen möchte. Als blutiger Anfänger noch mit ganz anderen Problemen im Kopf - die man zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal unbedingt unter das Thema "Speedskaten" fassen konnte - war mir noch nicht bewusst, dass es sich bei diesem Event um ein ein einzigartiges, faszinierendes und äußerst spannendes Vorhaben handelt...

Aber die Jahre gehen ins Land, Trainingskilometer sammeln sich, Bestzeiten fallen... Und langsam infiziert der Virus auch mich...

Und beim letzten Speedie-Stammtisch im Jahr 2008 war es dann soweit: wie bei unseren Stammtischen so üblich, beschlossen wir in Lustiger Runde, dass 2009 dass Jahr der Jahre werden soll! Diese Entscheidung wurde zur Bekräftigung (und zur Ermutigung...?) mit dem ein oder anderen Kölsch begossen...

Zu Nikolaus startete dann die erste konkrete Abfrage. Wie so oft, wenn es dann endlich ernst wird, war die Resonanz zunächst verhalten. Aber dann kam auch schon die erste Zusage aus Berlin! Optimistisch blickten wir also zu dritt in die Zukunf.

Die Zeit zwischen den Jahren verlief für unser Vorhaben dann erst mal wieder ruhig. Und ab Januar ging es auf und ab... Wir freuten uns über Zusagen, mussten aber auch wieder Rückschläge durch Absagen verkraften. Auch die Karnevalszeit bremste die Zahl der Anmeldewilligen wieder ziemlich aus. Aaaaber dann... ging es Schlag auf Schlag...

Und nun darf ich stolz verkünden: Aktuell sind wir gloreiche sieben Speedies mit dem festen Vorhaben, uns Ende Juni irgendwo in Frankreich 24 Stunden auf unseren 8 bis 10 Rollen zu halten!

Ich freue mich sehr auf unser erstes gemeinsames Planungstreffen am Samstag und darauf, die nächsten konkreten Schritte in Angriff zu nehmen!

Und Pssst...!!!!! Ein Geheimnis habe ich noch: heute habe ich die Anfrage eines möglichen achten Kandidaten erhalten - also: Daumen drücken! ;-)