Mittwoch, 24. Juni 2009

Jan


Mit Jan de Boer hatten wir bei unserem Le Mans- Projekt zunächst gar nicht mehr gerechnet. Denn auf die erste Nachfrage von Detlef hin erteilte er uns zunächst eine Absage. Als sich das Team dann langsam formierte und Franz, sein Kollege vom Skate Team TV Bedburg, anfing, so richtig bei uns durchzustarten, konnte aber auch Jan dem Ruf von Le Mans nicht mehr wiederstehen...

Beim TV Bedburg ist Jan als Trainer mit C-Lizenz tätig und sorgt damit fleissig für Skaternachwuchs – denn unsere beiden Betreuerinnen Nina und Daniela (von denen hier später noch mehr zu lesen sein wird) stammen auch aus seinem Rennstall.

Von seinen Schützlingen liebevoll „Glöckchen“ genannt, macht er beim Training mit klingelnder Schnalle auf sich aufmerksam. Darf man Beschreibungen über Jan glauben, muss er das auch - denn angeblich hat auch er eine Eigenart, die ihn mit dem ein oder anderen aus unserem Team verbindet: Jan ist ein Aktivitätsjunkie, immer auf Tour, fast nie zu Hause und nebenbei macht er an sieben Tagen in der Woche Sport. Dabei reicht eine Sportart natürlich nicht aus. Angefangen vom Skaten reicht die Spanne über Laufen, Volleyball, Fahrradfahren bis hin zum Schwimmen.

Verwunderlich ist, dass ihm bei diesem Freizeitprogramm auch noch ein grüner Daumen nachgesagt wird. Aber vielleicht liegt das ja an seinem Namen, der eher die Zuordnung zur Landwirtschaft vermuten ließe. Das mit der Landwirtschaft, also dem Bauern, stimmt zwar nicht, aber Schlüsse kann man aus dem Namen trotzdem noch ziehen. Welche? Richtig, Jan ist natürlich ein Holländer. Und das kann uns in Le Mans wahrscheinlich nur hilfreich sein, denn er kann uns bestimmt sagen, wie wir das mit dem Camping richtig machen...

Dienstag, 16. Juni 2009

Ines


Ines Michel ist wahrscheinlich die einzige in unseren Reihen, die wirklich weiß, was wir da tun... Sie hat das, was wir alle mehr oder weniger als Hobby betreiben – also den Sport – nämlich studiert.

Dabei ist Speedskating gar nicht mal ihr Hauptfach. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium arbeitet sie mittlerweile als Landestrainerin beim Norddeutschen Schützenbund. Und auch sonst würde man nicht unbedingt eine Speedskaterin vermuten, wenn man Ines so sieht:

Sie ist eigentlich viel zu klein und viel zu schmal als dass sie irgendjemandem der hinter ihr fährt auch nur einen Hauch von Windschatten bieten könnte. Und dann die Füße... In dieser Größe (35!) ist die Anschaffung von Speedskates und den dazu passenden Schienen reines Glücksspiel. Aber Ines scheint wohl Glück im Spiel zu haben...

...und bei der Wahl ihrer Sportarten. Denn wenn man sie dann einmal skaten sieht, kommt kein Zweifel mehr auf, dass Skaten die richtige Sportart für Ines ist. Sie besticht durch eine lupenreine Technik, die dem nachfolgenden Skater - oder der nachfolgenden Skaterin - erstaunlich viel Windschatten bietet.

Hinzu kommt Ines unbändige Neugierde, mit der sie ihre Technik weiter ausfeilt: sie macht so ziemlich alles nach, was ihr bei anderen Sportlern irgendwie brauchbar erscheint. So durften wir uns am Wochenende schon von ihrer Version der „Rasenrandbremse“ überzeugen.

Und auch sonst probiert sie einfach mal alles querbeet aus, was im entferntesten nach Sport riecht. Hat sie sich zwar letztendlich doch nicht alleine mit dem Rad ans Nordkap getraut, kann sich der dafür eingetretene Plan B jedoch auch sehen lassen. Sie strampelte statt dessen einfach ein paar Tausend Kilometer innerhalb von Deutschland zusammen...

Leider bereichert sie ja derzeit den Norden der Republik mit ihrem sportlichen Know how, aber aus gesicherten Quellen weiß man, dass ihr Herz immer noch im Rheinland schlägt und ihr die Ideen für neue, große Pläne noch lange nicht ausgehen...

Der Doc

Mit unserem Doc (bürgerlicher Name: Dr. Theo Kelz) möchte ich zum ersten Mal einen unserer Betreuer Vorstellen. Theo ist auch aktives Mitglied der Speedskater Euskirchen und noch diverser anderer sportlicher Vereinigungen...

So spielt er z. B. noch Volleyball in einer Herrenmannschaft und wenn das Wetter zu schlecht zum Skaten ist, absolviert er sein tägliches (!) Training eben auf dem Rad. Urlaube verbringt er vorzugsweise kraxelnd in irgendwelchen Gebirgen der Welt und von Mai bis September (oder war es Oktober???) fahrt er ebenfalls täglich zum Waldfreibad an der Steinbachtalsperre und dreht exakt abgezählte Runden im Naturwasserschwimmbecken.

Und das alles... in der AK M 70! Das bringt ihm in erster Linie regelmäßig gehörigen Respekt der (in unserem Fall ausschließlich) jüngeren Teamkollegen ein. Aber manchmal gibt es auch die Momente, wo sich die Sportsfreunde bemühen müssen, den Doc in seinem sportlichen Übermut ein wenig zu bremsen – nämlich dann, wenn der Arzt a. D. mal wieder nicht auf den Rat seiner Ärzte hören will.

Als Betreuer für das Speedteam Rheinland International qualifiziert ihn, dass sein Doktortitel passenderweise der eines Orthopäden ist und man Theo als ausgesprochenen Gourmet bezeichnen kann. Mit gekonnten Tapeverbänden und sonstigen kleinen Nothilfen sowie kulinarischen Geheimtipps haben wir schon so manches Trainingslager mit heilen Knochen und gut gefülltem Magen überstanden.

Sonntag, 7. Juni 2009

Andrew



Meine erste Begegnung mit Andrew Yungé Gordon war eher weniger erfreulich... Das lag jedoch nicht an Andrew, sondern an der Tatsache, dass wir uns nach dem Köln Marathon 2006 beide in der Ambulanz des Eduardus Krankenhauses wiedergefunden haben. Die Folgen dieser Begegnung sind allerdings mittlerweile ausgeheilt und haben auch sonst keine Spuren hinterlassen. 

Im Gegenteil: auf Umwegen erfuhr Andrew von unserem Le Mans Projekt und sendete gleich eine Zusage. Denn auch er war im Vorfeld schon aktiv und hatte sich überlegt, dass 2009 das ideale Jahr wäre, einmal nach Le Mans zu fahren. Zum Glück für uns hat es mit der Mannschaftsaufstellung bzw. dem Anschluss an ein Team aber nicht geklappt. 

Nur ganz so einfach war es dann doch nicht. Zunächst kursierte nämlich in der Kommunikation mit Andrew der erste vom Veranstalter genannte Termin. Da Andrew auch zu den Menschen gehört, die sich nicht über gähnende Leere im Terminkalender beschweren können und beruflich viel auf Achse ist, war es noch einmal Glück, dass auch der neue Le Mans-Termin passte.

Außer skaten hat der gebürtige Brite aber auch noch andere sportliche Ambitionen. Mit mindestens gleicher Intensität übt er Karate aus und absolviert gelegentlich längere Touren mit dem Rad. Alles, soviel das Knie hergibt - denn die Schulterprobleme von Köln 2006 sind ihm seit Mittelrheinmarathon 2008 (Warm-up!) leider ein paar Etagen tiefer gerutscht...

Am Wochenende konnte ich mich jedoch davon überzeugen, dass das in Le Mans kein Hindernis mehr sein wird. Denn auch Andrew ist trotz widriger Wetterverhältnisse gut in Koblenz gelandet.

Anprobe

Heute habe ich aus dem Hause Christ Bilder der ersten Anprobe unserer neuen Trikots bekommen - die will ich Euch natürlich nicht vorenthalten! So können sich alle Teammitglieder, denen ich den feinen Zwirn noch nicht in die Hand drücken konnte, schon mal einen kleinen Vorgeschmack holen...